Der Gesamt-IQ von BrainTypeIQ ist nicht einfach die Zahl der richtigen Antworten in neun Testteilen. Die Testteile unterscheiden sich in Format und Schwierigkeit. Sie werden einzeln ausgewertet, ihre Rohwerte auf eine gemeinsame Skala umgerechnet und anschließend kombiniert.
BrainTypeIQ berechnet die Ergebnisse in vier Stufen
Von den Antworten bis zum Ergebnis verläuft die Auswertung wie folgt:
| Stufe | Vorgehen | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Auswertung der einzelnen Testteile | Richtige und falsche Antworten sowie die Leistung innerhalb der Zeitbegrenzung auswerten | Rohwerte der neun Testteile |
| 2. Umrechnung in Testteilwerte | Die japanische Vergleichsbasis und Altersinformationen berücksichtigen | Neun Testteilwerte auf einer gemeinsamen Skala |
| 3. Berechnung der zusammengesetzten Werte | Die Testteilwerte miteinander kombinieren | Fünf Bereiche, GAI und CPI sowie Gesamt-IQ |
| 4. Bestimmung des Gehirntyps | Die Kombination der kognitiven Werte klassifizieren | Neun Typen und 27 Profile |
Auswertung der neun Testteile
Bei den acht Testteilen für Wortschatz, Schlussfolgern, visuell-räumliche Verarbeitung und Gedächtnis wird der Rohwert aus der Zahl richtig gelöster Aufgaben gebildet. Bei der Symbolsuche, die die Verarbeitungsgeschwindigkeit misst, fließen sowohl die Zahl der innerhalb der Zeitbegrenzung richtig bearbeiteten Aufgaben als auch die Fehler in die Auswertung ein.
Da sich Aufgabenanzahl, Schwierigkeit und Antwortformat zwischen den Testteilen unterscheiden, hat derselbe Rohwert nicht überall dieselbe Bedeutung. Der Rohwert wird deshalb anhand der Vergleichsbasis des jeweiligen Testteils in einen Wert umgerechnet, der sich mit den Ergebnissen der anderen Testteile vergleichen lässt.
Die Inhalte der neun Testteile und ihre Zuordnung zu den fünf Bereichen finden Sie unter Messdesign der neun Testteile und fünf Bereiche.
Die japanische Vergleichsbasis und das Alter bestimmen die Testteilwerte
Für die japanische Version wurden aus den Daten von 841 Personen, deren erste vollständige Testergebnisse einheitliche Analysekriterien erfüllten, die Rohwertverteilungen der einzelnen Testteile erstellt. Für jeden Rohwert wird bestimmt, an welcher Stelle er in dieser Verteilung liegt. So werden die neun Testteile auf eine gemeinsame Skala umgerechnet.
Zusätzlich wird der Zusammenhang zwischen kognitiven Fähigkeiten und Alter in den Testteilwerten berücksichtigt. Dadurch lassen sich auch Testteile, deren Leistung sich mit dem Alter stärker verändert, unter gleichen Altersbedingungen vergleichen.
Die Auswahlkriterien für die 841 Personen, der Umgang mit Altersinformationen und die Prüfung der Vergleichsbasis sind unter Normierung der japanischen Version von BrainTypeIQ beschrieben.
Die deutschsprachige Version verwendet derzeit eine vorläufige Auswertung, die auf Basis der japanischen Version angepasst wurde. Aktuell sammeln wir Daten.
Aus neun Testteilen werden fünf Bereiche, GAI, CPI und Gesamt-IQ
Die auf die gemeinsame Skala umgerechneten Testteilwerte werden für folgende Ergebnisse verwendet:
| Ergebnis | Verwendete Testteile |
|---|---|
| Fünf Bereiche | Die den Bereichen Gc, Gf, Gv, Gwm und Gs zugeordneten Testteile |
| GAI | Die Gc, Gf und Gv zugeordneten Testteile |
| CPI | Die Gwm und Gs zugeordneten Testteile |
| Gesamt-IQ | Alle neun Testteile |
Der Gesamt-IQ zeigt das Niveau über alle neun Testteile hinweg, die fünf Bereiche das Muster der einzelnen Fähigkeiten. GAI und CPI fassen einerseits Sprachverständnis, Schlussfolgern und visuell-räumliche Verarbeitung und andererseits Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit zusammen. Gesamt-IQ und fünf Bereiche entstehen aus denselben neun Testteilen: Deren Werte werden einmal übergreifend und einmal nach Fähigkeiten zusammengefasst.
Wie stabil sich die zusammengesetzten Werte interpretieren lassen, erklärt der Artikel über Reliabilität und Messfehler der zusammengesetzten Ergebnisse. Auch die Gehirntyp-Klassifikation wird nicht durch einen separaten Fragebogen bestimmt, sondern aus der Kombination der bis hierher berechneten kognitiven Werte abgeleitet. Was die einzelnen Ergebnisse bedeuten, erläutert der Artikel Den BrainTypeIQ-Bericht lesen.