BrainTypeIQ misst den Gesamt-IQ und fünf Bereiche
Der Gesamt-IQ fasst die Leistung in allen neun Testteilen zusammen. Die fünf Bereiche beruhen auf der CHC-Theorie und zeigen, wo die kognitiven Stärken einer Person liegen und welche Anforderungen sie stärker beanspruchen. Dieses Muster kann sich auch bei gleichem Gesamt-IQ von Person zu Person unterscheiden.
| Bereich | Kürzel | Gemessene Fähigkeit |
|---|---|---|
| Kristallisierte Intelligenz | Gc | Sprachliches Wissen zum Verstehen und Erklären nutzen |
| Fluides Schlussfolgern | Gf | Regeln in unbekannten Aufgaben entdecken und daraus eine Antwort ableiten |
| Visuell-räumliche Verarbeitung | Gv | Formen und räumliche Beziehungen erfassen und im Kopf verändern |
| Arbeitsgedächtnis | Gwm | Informationen vorübergehend im Gedächtnis behalten und zugleich verarbeiten |
| Verarbeitungsgeschwindigkeit | Gs | Einfache Informationen schnell und genau unterscheiden |
Neun Testteile bilden den Gesamt-IQ und die fünf Bereiche
BrainTypeIQ kombiniert unterschiedliche Aufgabenformate für Wortschatz, Schlussfolgern mit Figuren, visuell-räumliche Verarbeitung, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Für den Gesamt-IQ werden alle neun Testteile verwendet. Jeder der fünf Bereiche wird aus den ihm zugeordneten Testteilen berechnet.
Welche Fähigkeit die einzelnen Testteile messen, erläutert das Messdesign der neun Testteile und fünf Bereiche. Wie die Werte miteinander kombiniert werden, erklärt die Auswertungsmethode von BrainTypeIQ.
Vergleichsbasis und Messpräzision der japanischen Version mit 841 Personen
Für die japanische Version wurde anhand von 841 Personen, deren erste vollständige Testergebnisse einheitliche Analysekriterien erfüllten, eine Vergleichsbasis zur Umrechnung der Rohwerte auf die IQ-Skala erstellt. Mit denselben 841 Personen wurde auch die Messpräzision des Gesamt-IQ analysiert.
| Geprüfte Kennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Modellbasierte Reliabilität des Gesamt-IQ | 0,929 |
| Standardmessfehler des Gesamt-IQ (SEM) | etwa 4,0 Punkte |
Die Reliabilität von 0,929 beschreibt die Messpräzision des Gesamt-IQ, der aus den neun Testteilen gebildet wird. Ein SEM von etwa 4,0 Punkten hilft dabei, ein einzelnes Ergebnis als Schätzwert mit einer Spannbreite von mehreren Punkten zu lesen, ohne es auf einen Punkt genau als feststehend anzusehen.
Wie die Vergleichsbasis gebildet wurde, erläutert die Normierung der japanischen Version von BrainTypeIQ. Die Analyse von Reliabilität und Messfehler finden Sie unter Reliabilitätskennzahlen von BrainTypeIQ.
Die deutschsprachige Version verwendet derzeit eine vorläufige Auswertung, die auf Basis der japanischen Version angepasst wurde. Aktuell sammeln wir Daten.
Die Ergebnisse für Selbstverständnis und praktische Anpassungen nutzen
Der Gesamt-IQ zeigt das allgemeine Niveau der kognitiven Fähigkeiten. Zusammen mit den fünf Bereichen macht er sichtbar, wie sich Personen mit demselben Gesamt-IQ unterscheiden: Manche sind besonders stark bei Aufgaben, die sprachliches Denken erfordern, andere bei Aufgaben mit Figuren. Bei wieder anderen steigt die Belastung, wenn sie Informationen während der Arbeit im Gedächtnis behalten müssen.
Die Ergebnisse lassen sich über den Vergleich hoher und niedriger Werte hinaus nutzen, um aus dem kognitiven Profil passende Bedingungen für den Alltag abzuleiten. Bei einer Stärke in der visuell-räumlichen Verarbeitung können Sie Informationen etwa mit Skizzen oder räumlichen Anordnungen strukturieren. Wenn das Arbeitsgedächtnis stark beansprucht wird, können Sie Arbeitsschritte aufschreiben. Wenn Aufgaben mit hohem Tempo Sie stärker belasten, können Sie von Anfang an Zeit für eine abschließende Kontrolle einplanen.
Die Gehirntyp-Klassifikation ordnet die Kombination der aus neun Testteilen berechneten kognitiven Werte in neun Typen und 27 Profile ein. Sie ist kein separater Persönlichkeitstest. Wie Sie die einzelnen Werte lesen, erläutert der Artikel Den BrainTypeIQ-Bericht lesen.
Wenn Sie BrainTypeIQ absolvieren, erhalten Sie Ihren Gesamt-IQ und Ihren Gehirntyp. Die fünf Bereiche, die neun Testteile sowie GAI und CPI sind im ausführlichen Bericht enthalten.
Wenn Sie eine Grundlage für eine Diagnose, Unterstützungsleistungen, eine fachliche Stellungnahme oder andere externe Nachweise benötigen, wählen Sie einen Test, den eine Fachperson in einer medizinischen oder psychologischen Einrichtung durchführt.