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Wissensbereich·2025-11-17 / Aktualisiert: 2026-05-04

Rückwärts merken

Rückwärts merken ist ein Testteil, bei dem die Positionen nacheinander aufleuchtender Felder behalten und vom Ende her in umgekehrter Reihenfolge wiedergegeben werden. In BrainTypeIQ misst er einen Teil von Gwm, dem Arbeitsgedächtnis.

Was für ein Testteil ist das?

In einem 3×3-Raster leuchten Felder nacheinander auf. Die Positionen werden gemerkt und anschließend in umgekehrter Reihenfolge, vom letzten zum ersten Feld, wiedergegeben.

Die Felder leuchten einzeln nacheinander. Wenn man sie einfach in derselben Reihenfolge wiedergeben würde, wäre das vor allem Kurzzeitgedächtnis. Durch die Wiedergabe in umgekehrter Reihenfolge muss die gehaltene Information im Kopf bearbeitet werden. Dadurch wird die Aufgabe zu einer Messung des Arbeitsgedächtnisses.

Je länger die Reihe wird, desto mehr Positionen müssen gehalten werden und desto stärker wird die Belastung durch die Umkehrung.

Rückwärts merken verlangt nicht nur, gesehene Positionen zu behalten. Die gespeicherte Reihenfolge muss bearbeitet und dann anders ausgegeben werden. Halten und Bearbeiten wirken zusammen.

Was wird gemessen?

Dieser Testteil misst in BrainTypeIQ einen Teil von Gwm (Arbeitsgedächtnis). Besonders betrachtet wird visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis, also die Fähigkeit, gesehene räumliche Information zu halten und zu bearbeiten.

  • Rückwärts merken betrachtet visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis: Halten von Positionen und Umkehrung der Reihenfolge.
  • Der andere Gwm-Testteil Kopfrechnen und Merken betrachtet numerisch-auditives Arbeitsgedächtnis als Doppelaufgabe aus Verarbeitung und Halten.

Auch innerhalb von Gwm unterscheiden sich Aufgaben, die gesehene Positionen bearbeiten, von Aufgaben, die Zahlen verarbeiten und zugleich halten. Rückwärts merken und Kopfrechnen und Merken getrennt zu betrachten hilft, die Form der Arbeitsgedächtnisbelastung genauer zu sehen.

Mehr zu Gwm insgesamt: Arbeitsgedächtnis (Gwm)

Wenn der Score eher hoch ausfällt

Ein höherer Score in Rückwärts merken bedeutet, dass es leichter fällt, gesehene Positionen und ihre Reihenfolge zu halten und in umgekehrter Reihenfolge auszugeben.

Die Positionen bleiben verfügbar, und man kann leichter vom zuletzt gesehenen Feld zurückgehen. Auch bei längeren Reihen bleiben Position und Reihenfolge eher stabil. Der Testteil liegt nahe an der Fähigkeit, visuelle Information zu halten und die Ausgabereihenfolge zu verändern.

Wenn der Score eher niedrig ausfällt

Ein niedrigerer Score in Rückwärts merken sagt nicht allein etwas über das gesamte Arbeitsgedächtnis aus. Mehrere Faktoren können zusammenkommen.

  • Hohe Belastung durch Halten von Positionen - Die leuchtenden Felder müssen in Reihenfolge gehalten werden.
  • Hohe Belastung durch Umordnung - Die gesehene Reihe wird nicht unverändert, sondern vom Ende her ausgegeben.
  • Steigende Belastung bei längeren Reihen - Je mehr Positionen gemerkt werden, desto leichter werden Positionen oder Reihenfolge unsicher.

Rückwärts merken macht Gwm gut sichtbar, steht aber nicht für das gesamte Arbeitsgedächtnis. Die Belastung durch Verarbeitung bei gleichzeitigem Halten von Zahlen zeigt sich eher in Kopfrechnen und Merken. Bedingungen zu halten und beim Schlussfolgern zu nutzen kann auch in Waagenlogik sichtbar werden.

Mit BrainTypeIQ kann man in einem Online-IQ-Test mit 9 Testteilen einschließlich Rückwärts merken den Gesamt-IQ und das kognitive Profil der 5 Bereiche sehen. Ein einzelner Testteil reicht nicht aus; mehrere Testteile zusammen machen die Bedeutung des Ergebnisses leichter lesbar.

Wie man das Profil liest: Das BrainTypeIQ-Profil lesen

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