IQ 100 ist Durchschnitt, 120 liegt etwa in den oberen 9 %, 130 etwa in den oberen 2 %
IQ ist ein Score, der auf einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 gebracht wird. Die Zahl entscheidet nicht über den Wert einer Person oder ihre Zukunft. Sie beschreibt eine statistische Position auf derselben Skala.
Häufig gesuchte Zahlen lassen sich ungefähr so lesen:
| IQ | Grobe Position in der Gruppe | Lesart |
|---|---|---|
| 100 | ungefähr am Durchschnitt | nahe an der Mitte der Gruppe |
| 110 | etwa die oberen 25 % | eher über dem Durchschnitt |
| 115 | etwa die oberen 16 % | etwas höherer Bereich |
| 120 | etwa die oberen 9 % | hoher Bereich |
| 130 | etwa die oberen 2 % | sehr hoher Bereich |
IQ 100 ist kein Etikett "normal", sondern der Mittelpunkt der Skala. IQ 120 liegt ungefähr im oberen Zehntel, IQ 130 ungefähr in den oberen 2 %.
IQ-Bereiche als Orientierung lesen
IQ ist keine Zahl, um Rangordnungen in einzelnen Punkten festzulegen. Tests enthalten Messfehler, und auch bei derselben Person können Gesundheit, Anspannung, Schlaf oder Testformat zu kleineren Unterschieden führen.
Deshalb ist es natürlicher, IQ in Bereichen zu lesen statt über einzelne Punkte.
| Bereich | Grobe Einordnung |
|---|---|
| 130 und höher | sehr hoher Bereich |
| 120-129 | hoher Bereich |
| 110-119 | eher über dem Durchschnitt |
| 90-109 | Durchschnittsbereich |
| 80-89 | eher unter dem Durchschnitt |
| 70-79 | deutlich niedrigerer Bereich |
Zum Beispiel müssen IQ 98 und IQ 102 kaum als unterschiedliche Fähigkeitsniveaus behandelt werden. Auch wenn die Zahl um 100 herum wechselt, liegt sie praktisch im selben Bereich.
Labels unterscheiden sich je nach Test
Die Namen für IQ-Bereiche unterscheiden sich je nach Test und Verlag. Derselbe IQ 115 kann etwa als überdurchschnittlich, hoher Durchschnitt oder hoher Bereich bezeichnet werden.
Wichtig ist nicht der genaue Name des Labels. Wichtiger ist, wo die Zahl auf einer Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 liegt und aus welchem Test sie stammt.
Bezeichnungen für IQ-Bereiche sind praktische Orientierungshilfen. Weniger missverständlich ist es, auf den Abstand zum Durchschnitt zu schauen, statt einzelne Punkte zu stark zu benennen.
Der Gesamt-IQ macht Bereichsunterschiede weniger sichtbar
Auch bei einem Gesamt-IQ von 120 können die Werte im Profil stark auseinanderfallen, etwa mit Sprachverständnis 140 und Verarbeitungsgeschwindigkeit 90. Der Gesamtwert wirkt dann hoch, während im Alltag die Belastung durch Verarbeitungsgeschwindigkeit deutlich werden kann.
Umgekehrt kann ein Gesamt-IQ im Durchschnittsbereich liegen, während ein einzelner Bereich hoch ist oder ein anderer Bereich stark belastet. Die IQ-Zahl ist ein Einstieg. Praktischer wird sie, wenn man sie zusammen mit den Unterschieden zwischen Bereichen liest.
Mit BrainTypeIQ kann man in einem Online-IQ-Test mit 9 Testteilen den Gesamt-IQ und Unterschiede im kognitiven Profil sehen. Das ersetzt keine Diagnose. Es kann aber ein Einstieg sein, um nicht nur den Gesamtwert, sondern auch die Balance zwischen Sprachverständnis, Schlussfolgern, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit zu betrachten.